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VICTORIA ANDRIEVSKA

 (1976, Stadt Kiew)
 
 
     In ihren graphischen Werken hat Victoria Andrievska sich als nicht ordinäre kreative Person gezeigt. Im höheren Farbtönen, im feinen Rhythmus der Formen und Linien, im unerwarteten persönlichen emotionalen Schwung, in der Wahrnehmung des Materials, das sich aus dem rein physikalischen Zustand ins Element und Mittel der schöpferischen Verwirklichung der Absicht verwandelt, ist die unruhige Seele der Autorin zu fühlen. Ihre Werke haben Umgang mit dem Betrachter, als ob sie sich an ihn wenden, damit die Freude des Lebens, die Freude der Welt, die Ewigkeit der Bewegung in der Natur bestätigend.
 
     Victoria beherrscht sicher die Komposition, die Farbe, die Maltechnik. Sie begeistert sich für ukrainisches Barock, ukrainische Bildnismalerei, benutzt oft die Linienrhytmen. Ihre Kompositionen sind zur monumentalen Dekorativität angenähert, bleiben aber doch im Format des graphischen Blattes. Victoria Andrievska ebensow wie Nikolai Ge, der, als er auf dem Bauerngut Nadiya gelebt hatte, mitten in der Nacht stand vom Bett auf und mit einer Kerze in der Hand zum Bild ins Atelier lief. Sie konnte einfach nicht bis Sonnenaufgang warten, konnte auch die ganze Nacht an ihren Bildern malen, dabei Angst davor habend, dass die Stimmung und das Bild, die sie gezwungen haben den Pinsel in die Hand zu nehmen, verloren werden. Die Aufgeregtheit der Autorin ist sogar darin zu fühlen, wie sich die Farbe legt. Leuchtende Dekorativität der Farbe, die Schärfe der Linien flößen den Gedanken über die Möglichkeit der Übertragung der Werke von Victoria Andrievska, die mit Guasch ausgeführt sind, ins Glasfenster oder in den Gobelin ein. 
 
      Die Malerin hat vier Bilderreihen vorgelegt: "Zustand der Seele", "Fische", "Kakteen", "Blumen". In ihnen überwiegt die Aufmerksamkeit der Autorin zum Form-Rhythmus, Farbe-Gefühl, die Lösung des Bildes ist der Kunst verwandt, aber zugleich klingen auf jedem Blatt organisch die Motive und die Realien der Natur, dabei ihn mit der Wärme des menschlichen Daseins anfüllend. Die Werke von Victoria Andrievska widerspiegeln die originelle Weltanschauung und die Formgebung der Malerin. Victoria Andrievska benutzt nicht die Ideenkonzeptionen, die spekulativen sozialen Konstruktionen. Ihr Bereich ist " l fantezi" nach Motiven der Natur und des Menschen, ihre Bilder sind würdig die Verzierung des modernen Interieurs mit seinem feinen Design zu sein. Deswegen sind hier so anziehend die Farbe, die Linien und die Formen, darum hat man Lust ihre Werke mit der leichten Musik, die eigentlich in der ersten Reihe die Gefühle, das Unterbewußtsein beeinflussen soll und nur wenig den Gedanken anrührt, zu vergleichen. Aber was die Hauptsache ist - Victoria Andrievska steht mit beiden Füßen auf der Erde. Sie verliert nicht die Verbindung mit Realien des Lebens.    
 
      Die Besonderheit des Schaffens von Victoria Andrievska ist die gewichtete Richtigkeit. Sie wiedergibt in ihren Werken das Weltall ihrer Seele. Im Schaffen ist sie universell, zwanglos, unterscheidet sich von jedem modernen Maler. Ihre Werke sind mit der Musik angefüllt, ihre geheimnisvolle Welt der Frauenköpfe (aus der Reihe "Zustand der Seele") erinnert irgendwie an Modigliany, und zugleich ist diese Reihe vom Meister der anderen Schule, der unseren, ukrainischen ausgeführt, sie stützt sich auf den Traditionen der ukrainischen Kunst und trägt sie in die Weltkunst ein. Sie entscheidet (löst) jedes Thema mit nur für sie charakteristischen Mitteln. Victoria Andrievska geht ab ersten Werken in die moderne ukrainische bildende Kunst, in die Sphäre des Bewußtseins und des Unterbewußtseins ein.
 
Yu. Belichko, Kandidat der Kunstwissenschaft,
Professor, verdienter Künstler der Ukraine.

 

 

Victoria Andrievska

(14. VI. 1976, Stadt Kiew) – Kunstwissenschaftlerin, Malerin, Graphikerin

Im Jahre 1993 - Abschluß an der Kiewer Mittelschule Nr. 57, 1993 – Abschluß an der Musikschule Nr. 2 (Klavier), 2000 – Abschluß an der Nationalen Akademie für darstellende Kunst und Architektur (studierte bei A. Zavarova, Yu. Belichko, L. Milyayeva, V. Dzhulai, E. Maslenkova, E. Govdia), graphische Kunst und Kunst für Büchergestaltung lernte sie bei ihrem Vater – dem Volkskunstmaler der Ukraine Leonid Andrievsky.

Seit 1998 – Künstlerin, und seit 1999 – Ausstattungschefin und stellvertretende Direktorin des Verlags «KRYNYTSIA» (Brunnen). Als Malerin bzw. Künstlerin, Herstellerin, Fachkraft für Computerdesign und Computerumbruch nahm sie an der Schaffung von Ausstattung, Layout und Herausgabe folgenden für die Ukraine kennzeichnenden Verlage aktiv teil: «Buch über die Mutter» (2003), V. Stadnichenko «Gehe nach Skoworoda» (2003) und «Donau-Schoß» (2006), «Liederkranz. Ukrainische Volkslieder» (2005, 2007); «Künstlerische Entbindung der Ukraine… Vasyl Krychevsky» (2004); «Schewtschenkos Brunnen» (2003); «Still ein gutes Wort mir schenken… Schewtschenkos Vermächtnis als historisches und kulturelles Denkmal, 1890-1940» (2004); T. Maydanovych «Schneeballvogel» (2006) und sonstiges.

Die zehnjährige Tätigkeit beim Verlag hat Victoria Andrievska zum Schaffen einer für die Ukraine einzelartigen Ausgabe – Bildewerk-Folianten «Um die Wende des II.-III. Jahrhunderts: MALER VON KIEW. Aus dem Stammbaum der ukrainischen darstellenden Kunst. Malerei. Graphik. Skulptur» (2009) begeistert.

Unter Graphik- und Malereiwerke sind folgende Bilderreihen: «Zustand der Seele» (2003), «Kakteen» (2003), «Fische» (2004), «Blumen» (2005), «Trypillia» (2006), «Reisen» (2007-2010). Die Graphik- und Malereiwerke von Victoria erblicken das Licht der Welt auf zahlreichen Ausstellungen in der Ukraine, in Italien, Spanien und befinden sich auch in privaten Sammlungen.