www.andrievska-art.com      Victoria Andrievska.      
    

Rezensionen

 

     Es war für mich immer eine sehr intime Sache, in die Welt des Malers, die Welt seiner Bilder zu versinken. Man kann doch nicht im Voraus die Reaktion des unseren Bewußtseins auf die angesehenen Bilder oder Skulpturen voraussehen. Kommt meine Wahrnehmung der Welt in Konflikt mit der Weltempfindung des Malers?! Akzeptiert es ihn oder ablehnt?! Vertieft sich oder zurückspringt?! Bekommt das Gehirn die Nahrung und der Körper und der Geist – den Impuls?! Entsteht überhaupt irgendeine Verbindung zwischen ihnen?! Genau darum sind die Rezensionen über die Ausstellungen sehr subjektiv. Man kann objektiv über die Technik, die Organisation, aber nicht über den Mißklang von zwei Welten erzählen. Ich nehme sowie Bilder als auch Fotos von Details und der Großaufnahme zum allgemeinen wahr, wenn alle Teile sich zu einem Mosaik bilden. 

 
     Und das erste, womit die Bilder von Victoria Andrievska ergriffen haben, ist die Welt der Farbe. Der klaren und intensiven. Sie ergreift so, dass ich zum ersten Mal durch den Saal gegangen bin, ausschließlich sie einsaugend. Echt ausschließlich sie?! Hier ist noch die Frage. Die Farbe kann doch über die Autorin viel erzählen: ihre permanente, zyklische und längere Stimmungen. Die Farbwiedergabe von Andrievska öffnet die Welt der freudigen Melancholie (ja, so was kann auch sein), die Welt der verliebten Frau. Und es geht hier nicht um das Subjekt der Liebe, sondern um die Verliebtheit als Fähigkeit die Sachen, Menschen und Erscheinungen um sich zu begreifen. Das zweite, dass die Augen bemerken – die Dreieinigkeit, das Triptychon.
 
 
     Das Triptychon als Möglichkeit mehr und länger zu fühlen, tiefer zu versinken. Als Symbol der Beständigkeit in den Neigungen und stabilen emotionellen Anhänglichkeiten. Das Triptychon erlaubt nicht dem Betrachter sich mit dem Bild oberflächlich bekannt zu machen, sondern zwingt Interesse für das Rätsel-Puzzle zu bekommen, stehen zu bleiben und nachzudenken. Hier ist er. Das ist eben ebenjener Schlüssel, der den Mißklang hervorruft. Wohl oder übel werden Sie aber mit der Welt der Malerin zusammenwirken. Und meiner Meinung nach ist das eben die bildende Kunst – die Verbindung: Autor-Bild-Betrachter. Und die Verbindung zwischen zwei konkreten Menschen existiert. Die Geometrie ist der nächste Bestandteil der Bilder. Kreise, Rhomben, Quadrate und Zickzacke. Sie sind überall. Alles, das uns umgibt, besteht aus geometrischen Figuren. Auf den Bildern von Victoria ist die Geometrie etwas hypertroph, aber soviel, um den Betrachten zu interessieren und seinen Blick nicht abzustoßen. Die Welt der Malerin ist jetzt mehr zu fühlen. Sie ist feinfühlig, mitempfindlich, geduldig, arbeitsam und originell.
Als alle Puzzles gesammelt sind, hat man nur das ganze Bild sogleich zu genießen.
Und Sie können das selbstständig durch das Kennenlernen des Schaffens von Victoria Andrievska tun.

Katerina Gurina

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